Wo schlafen in Neuseeland? Unterkunft gibt es für jede Preisklasse, von funktional bis luxuriös.
Backpacker Hostels
Backpacker Hostels sind Unterkünfte in der untersten Preiskategorie. Sie können alles von belebten Jugendherbergen, abgeschiedenen Landhäusern oder kleine, gemütlich eingerichte Perlen sein. Die Qualität ist überwiegend gut bis sehr gut, es gibt aber auch Ausnahmen. Die Preise pro Nacht bewegen sich (im Mehrbettzimmer) zwischen ca. 20$ und 30$, für Doppel- oder Einzelzimmer zwischen ca. $30-$50 pro Nacht.
Die meisten Hostels werden zwar unabhängig betrieben, hängen jedoch in Verbänden zusammen.
YHA
Die Youth Hostel Association ist eine Art Jugendherbergsverband. Die Qualität der Unterkünfte ist sehr gut. Mitglieder erhalten Rabbatte, die Preise sind grundsätzlich etwas höher. Die Atmosphäre ist häufig etwas anonymer als in kleinen Hostels, denn YHA's sind grundsätzlich Einrichtungen mit größerer Bettenanzahl.
BBH
Die "Budget Backpacker Hostel"-Vereinigung hat mehr als 300 unabhängige Hostels in ihrem Katalog, der kostenlos erhältlich ist und auch nach Übersee verschickt wird (gut zur Vorbereitung der ersten Wochen, siehe Linkliste). Die besten Hostels in Neuseeland, so heißt es unter Backpackern, gehören BBH an. Mitglieder erhalten mit der rund $40 teuren Karte rund $2-$3 Vergünstigung pro Nacht. Zusätzlich dient die Mitgliedskarte als Telefonkarte mit fairen Raten nach Deutschland und andere Länder. $20 Guthaben sind enthalten. Die Preise im Katalog sind garantiert. Sollte ein Hostels mehr verlangen, erhält man die Mehrkosten von BBH gutgeschrieben (Bedingungen vorbehalten).
Der BBH-Rank verrät, wie andere Reisende die Einrichtung bewertet haben. Obwohl ich mich oft am BBH-Rank orientiert habe und oft zustimmen konnte, sollte man dieser Zahl nicht zu viel Bedeutung nicht zuschreiben.
Base
Base-Hostels gibt es in ganz Neuseeland in den populären Städten, wie Auckland, Rotorua oder Queenstown und sind mit den "VIP"-Einrichtungen in Australien vergleichbar . Die Preise sind zwar, in Anbetracht der zentralen Lage, angemessen günstig, Base-Hostels haben aber, das ist meine Einschätzung, den Ruf von Hochburgen für Party-Begeisterte, da meist eine Bar angeschlossen ist und mitten in der Innenstadt liegen. Berichten von zwei deutschen Backpackern aus Haumburg zufolge, ließen sich in ihrem Mehrbettzimmer in Auckland die Fenster nicht öffnen und der eingebaute Lüfter funktionierte nicht. Praktisch, dass einer der beiden einen Schraubenziehersatz dabei hatte.
Andere
In den Städten gibt es viele unabhängige Hostels, allerdings relativ große Einrichtung mit entsprechender Belebtheit. Durch die zentrale Lage fallen oft höhere Raten an. Eine gute Anlaufstelle ist hostels.com (mehr siehe Linksammlung).
B&B, Hotels und Motels
Für die meisten Backpacker kaum von Relevanz. Die Preise beginnen bei rund $70-$80 pro Nacht und reichen bis zu $150, $200 oder mehr pro Nacht. In den meisten B&Bs (Bed and Breakfast) und Motels bezahlt man für ein Zimmer und für jede weitere Person eine Abgabe von selten mehr als $10-$20. Mit mehreren Personen teilen sich die Kosten also entsprechend auf, aber für Einzelreisende sind diese Unterkunftsarten wahrscheinlich auf Dauer zu kostspielig. Die Qualität der Unterkünfte reicht von durschnittlich bis exzellent. Für Frühstück muss man in Hotels und Motels in der Regel zusätzlich bezahlen.
TIPP: In den iSite-Informationszentren und in den meisten Unterkünften sind Unterkunftsführer in Buchform der AA (Automobile Association) erhätlich. In der Hauptsaison sollte man auf jeden Fall im Voraus buchen.
Campervans und PKWs
Eine immer populärer werdende Möglichkeit, Reisen und Übernachten zu verbinden, sind gemietete Campervans. Bedeutende Mietwagenfirmen sind z.B.: "Jucy Rentals", "Spaceships", "Escape Rentals" und "Wicked für einfach eingerichtete Backpackervans oder "Tui Campers", "Maui" und "Backpacker" für voll ausgestatte Vans mit Toilette, Küchenzeile und Bett.
Während das Mieten eines Auto für eine kürzere Reiseperiode einfacher ist, ist ein eigenes Auto oder Campervan auf Dauer günstiger. Im besten Fall kann man den Wagen wieder zum Kaufpreis oder höher verkaufen und hat "nur" Benzinkosten und Versicherungsschutz.
Achtung! Viele Städte untersagen das Parken über Nacht in der Innenstadt, auch das DoC (Department of Conversation, die Umweltschutzbehörde) wirft ein Auge auf Parkplätze an Aussichtspunkten oder Naturschutzgebieten. Wer nichts riskieren möchte, sollte sich vorher immer kundig machen, ob ein Aufenthalt über Nacht erlaubt ist oder auf Campingplätze mit Stromanschluss ausweichen.
Zelten und Wildcampen
Auf den bekannten Wanderungen, wie Abel Tasman, Milford oder Routeburn Track stellt das DoC (Department of Conservation) Hütten und Tent Sites bereits, die vorgebucht werden müssen. Sie enthalten oft auch eine einfache Küche und bieten Schlafgelegenheit in Mehrbettzimmern.
Campingplätze gibt es überall in Neuseeland. Sie kosten je nach Saison und Lage ca. $10-$20 und verfügen über einfache Dusch- und Toiletteneinrichtungen sowie über einen kleinen Laden. Auch die Umweltschutzbehörde unterhält solche Plätze mit Toiletten, fließendem Wasser und einfachen, abgetrennten Bereichen zum Zelten oder Parken. Manchmal sind sie kostenlos, dann aber etwas abgelegen.
WWoofing
Die Unterkunft ist die teuerste Ausgabe beim Reisen. Wer in Hostels sauber macht oder auf Farmen bei der Arbeit hilft, erhält im Gegenzug freie Unterkunft und, beim sog. "Wwoofing" auf registrierten Wwofing-Farmen, auch Verpflegung. Einen jährlichen Katalog mit Wwoofing-Orten gibt die Wwoof-Vereinigung heraus (siehe Linksammlung).
Kiwis sind sehr gastfreundlich und lassen sich nichts abgeschlagen. Man muss damit zurecht kommen, sich in den Alltag einer fremden Familie einzulebeleben. Wem das nichts ausmacht, kann beim Wwoofing definitiv tolle Erfahrungen und Bekanntschaften sammeln.
